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Das Kongressprogramm

Fünf Fachforen und ein Themenblock bildeten 2018 das Highlight des future thinking Rechenzentrumskongresses. Hersteller, Anwender und Fachleute diskutierten über brisante Themen, die die Branche derzeit bewegen und verändern.

Nachfolgend sehen Sie die Einzelvorträge der beiden Kongresstage. Unter den aufklappbaren Inhaltsbeschreibungen finden Sie außerdem die bereitgestellten Vortragsinhalte zum Download.

Erster Kongresstag: 24.04.2018

Forum:
Rechenzentrumsstandort Hessen

Hessen bietet sehr gute Voraussetzungen, auch künftig der zentrale europäische Standort für leistungsfähige Rechenzentren zu sein. Insbesondere die Rhein-Main-Region hat sich dank einer hervorragenden Infrastruktur und der Nähe zum weltgrößten Internetknoten DE-CIX zu einem internationalen Zentrum für Rechenzentren entwickelt. Und alles deutet auch weiterhin auf Wachstum hin.

Unlängst haben die Rechenzentren den Flughafen als größten Stromverbraucher in Frankfurt überholt. Obwohl Server immer effizienter und die Kühltechnik immer sparsamer wird, lässt sich absehen, dass der Energiebedarf wegen der stetig steigenden Nachfrage nach Rechenkapazitäten weiter steigen wird.

Die Sicherung der Region als Spitzenstandort für Rechenzentren und die Entwicklung Hessens zum Standort für die weltweit sichersten und energieeffizientesten Rechenzentren ist der hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Das Digitale Hessen unterstützt die Vernetzung der Akteure und bietet im Rahmen dieses Fachforums einen Überblick über die Entwicklung der Rechenzentrumsbranche und die Chancen und Herausforderungen ihres rasanten Wachstums. Es werden aktuelle Trends und Forschungsergebnisse im Bereich Rechenzentren vorgestellt und Wege zu einer energie- und ressourceneffizienten Zukunft der Rechenzentren am Standort Hessen aufgezeigt.

Moderator

Jan Oliver Schmitt
Projektmanager Digitalisierung, Hessen Trade & Invest GmbH

Eröffnung des Forums und Vorstellung der Studienergebnisse zu Colocation Rechenzentren 

Eröffnung des Forums und Einführung in die Aktivitäten im Bereich Rechenzentren im Rahmen der Strategie Digitales Hessen durch die Geschäftsstelle Digitales Hessen bei der Hessen Trade & Invest GmbH

Moderator


Jan Oliver Schmitt
Hessen Trade & Invest GmbH

Herr Schmitt ist Projektmanager für Digitalisierung bei der Hessen Trade & Invest GmbH und betreut im Rahmen der Strategie Digitales Hessen das Thema Rechenzentren.

VORTRAG HERUNTERLADEN

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sich Rechenzentren zum Herzstück der digitalen wie der industriellen Gesellschaft entwickelt.

Für Hessen bestehen sehr gute Voraussetzungen, auch künftig einer der zentralen europäischen Standorte für leistungsfähige Rechenzentren zu sein. Insbesondere die Rhein-Main-Region hat sich dank einer hervorragenden Infrastruktur und der Nähe zum weltgrößten Internetknoten DE-CIX zu einem internationalen Zentrum für Rechenzentren entwickelt.

Der Vortrag stellt die aktuelle Entwicklung des Rechenzentrumsmarktes in Hessen dar und legt dabei einen Fokus auf die Energieeffizienz von Colocation Rechenzentren.

Referent

Dr. Ralph Hintemann
Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit gemeinnützige GmbH

Dr. Ralph Hintemann ist Gesellschafter und Senior Researcher des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit. Er forscht seit mehr als 25 Jahren im Bereich neue Technologien und ihre Umweltwirkungen, insbesondere mit dem Fokus auf Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Mittelpunkt seiner Forschungstätigkeit stehen die technischen und marktlichen Entwicklungen bei Rechenzentren.

Die Zukunft der Rechenzentren in der Region Frankfurt-Rhein-Main

Frankfurt als Standort internationaler Datenzentren und als weltweit größter Internetknoten. Wie kam es dazu, was bedeutet das im Kontext heute, wie sind die Zukunftsaussichten? Welche Chancen und Herausforderungen sind damit für die Metropole und die Region verbunden? Und: welche Wertschöpfung und bislang verkannten Potenziale sind damit verbunden? In seinem Vortrag gibt Frank Zachmann einen Überblick über die sozioökonomische Bedeutung, den Nutzen und die Bedürfnisse eines globalen Digital Hubs.

Referent


Frank Zachmann
Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V.

Frank J. Zachmann ist Vorstand der innovIT360 AG, einem Anbieter für innovative IT-Infrastrukturen. Zusätzlich engagiert er sich als Vorstand im DigitalHub FrankfurtRheinMain e.V. aktiv für die Belange der digitalen Wirtschaft und ist internationaler Wirtschaftsbotschafter der Stadt Frankfurt. 

Frankfurt wird auch wegen seiner hervorragenden digitalen Infrastruktur als Gewinner des Brexit betrachtet. Tragen die Rechenzentren in der Region dazu bei, und wenn ja welche Rolle spielen die Rechenzentren bei dieser Verlagerung zwischen den Wirtschaftsmetropolen?

Referent


Johannes Schäfer
Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH

Johannes Schäfer, Projektleiter IT, USA und UK bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Studium der Politikwissenschaft in den USA und Deutschland, Schwerpunkt Sicherheitspolitik/ Militärstrategie. 25 Jahre berufliche Stationen u.a. in der Europäischen Staatsbürgerakademie, dem U.S. Außenministerium, der  Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der Deutsche Börse AG und einigen IT- Unternehmen und Verbänden.

PUE war gestern!

Bisher ließ sich die Frage nach der Energieeffizienz eines Rechenzentrums nicht beantworten, denn die vorhandenen Key Performance Indikatoren adressieren nur Teilbereiche eines Rechenzentrums und sie beziehen die eigentliche Leistung eines Rechenzentrums nicht mit ein.
Das Umweltbundesamt stellt eine Methode vor, mit der es nun erstmalig möglich ist, die Energie- und Ressourceneffizienz eines Rechenzentrums beurteilen zu können.
In einem Die Berechnungsmethode bezieht dabei den gesamten Lebenszyklus der zum Einsatz kommenden IT und der technischen Versorgungsstruktur mit ein.

Referentin


Marina Köhn
Umweltbundesamt

Marina Köhn ist seit 1992 im Umweltbundesamt tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte bilden die Themen der umwelt- und ressourcenschonenden  Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Aus dieser Arbeit heraus sind Forschungsprojekte entstanden, die die Potenziale der Ressourceninanspruchnahmen in der  IKT ermitteln und Handlungsalternativen zu ihrer Aktivierung entwerfen. Im Rahmen dieser Tätigkeit ist auch der Blaue Engel für den energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb entstanden.

Der Vortrag stellt die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Key Performance Indicators for Data Center Efficiency (KPI4DCE) vor. Bisherigen Kennzahlen für Rechenzentren, allen voran der PUE-Wert, sind nicht Output- bzw. Nutzen-orientiert. In dem Projekt wurden erstmals Kennzahlen zur ganzheitlichen Beurteilung der Umweltwirkungen von Rechenzentren (RZ) entwickelt, die auch die erbrachte IT-Leistung (Nutzen) einbeziehen. Und auch die Bereitstellung und spätere Entsorgung der Hardware wird über den gesamten Lebenszyklus erfasst. Der Vortrag zeigt die praktische Anwendung des Kennzahlensystems für verschiedene  Beispiel-RZ. Am Ende des Vortrages gibt es einen Ausblick, wie die Ergebnisse in die neuesten Normungsaktivitäten nach EN 50600, ISO 30134 und den Blauen Engel für RZ (RAL UZ 161) eingehen.

Referent

Marc Wilkens
Carmao GmbH

Mit seiner Erfahrung aus über 90 Projekten im Bereich IT-Infrastrukturen ist Marc Wilkens ist ein anerkannter Experte für die Themen Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz in der IT und Gebäudetechnik mit dem Schwerpunkt  Rechenzentren. Seit 2018 ist Marc Wilkens als Senior Consultant bei der CARMAO GmbH angestellt. Er ist dort verantwortlich für die Themen Zertifizierungen + Energieeffizienz. Seit 2013 arbeitet er aktiv im Normungskomitee GUK 715.5 „Rechenzentren“ des DKE mit. Unter seiner Mitwirkung sind hier die neuen Normen  EN  50600 „RZ-Infrastruktur“  und ISO 30134 „Information Technology – Key Performance Indicators” entstanden. Im Auftrag der DIQ-Zert GmbH hat Marc Wilkens den ersten umfangreichen Prüfkatalog für die Zertifizierung nach EN 50600 entworfen und das erste Audit erfolgreich durchgeführt. Darüber hinaus ist Marc Wilkens seit 2016 als Berater und Auditor für Informations-Sicherheits-Management Systeme (ISMS) nach ISO 27001 tätig.

Energie- und Ressourceneffiziente Rechenzentren als Zukunft für den Standort Deutschland

Eigenversorgung durch Brennstoffzellen, Photovoltaikfassaden, Wasserkühlung, Abwärmenutzung von Rechenzentren in Wohngebieten oder sogar Racks im Windpark – die Themen rund um Energie in und um Rechenzentren sind vielfältig. In Hessen gehören sie zu den größten Stromverbrauchern – Tendenz stark steigend.

Zugleich ist die Energiewende grundlegend auf Digitalisierung angewiesen – wie lässt sich beides in Einklang bringen?

Referent


Elias Jonathan Spreiter
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Elias J. Spreiter ist Ingenieur und Referent für Energiepolitik, Erneuerbare Energien und Energietechnologie im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Zu den Arbeitsbereichen gehören u.a. Digitalisierung der Energiewende und Energieeffizienz in Rechenzentren.

Diskussion: Vorausgehen oder zurückbleiben – Wie wird sich der Rechenzentrumsstandort Deutschland entwickeln?

Forum:
Der Rand im Mittelpunkt: Edge Computing und sein Einfluss auf die RZ-Branche

Nur mit Zentralisierung im Hyperscale RZ und immer mehr Cloud ist der Datenflut, die mit der Digitalisierung und dem Internet of Things einhergeht, nicht beizukommen. Unter den Schlagworten Edge und Fog Computing formiert sich eine Gegenbewegung, die Datenspeicherung und Rechenkapazität in unmittelbare Nähe zum Entstehungsort der Daten rückt. So sollen Latenzen reduziert, Bandbreite gespart und die Verfügbarkeit erhöht werden.

Steht jetzt nach dem Cloud Hype eine Renaissance des kleinen Serverraums bevor? Setzen sich spezielle Edge Datacenter durch oder genügen vielleicht schon einzelne Server direkt vor Ort? 

Unser Forum geht der Frage nach, wie die Datacenter-Branche auf diesen Trend reagieren kann.

Moderator

Dr. David Hoeflmayr
Managing Partner, Causo Consulting

Ein Mysterium in aller Munde: Was ist die „Edge“?

„The Edge Will Eat the Cloud“ betitelt Gartner eine hochinteressante Studie. Ist das so?

Die ganze Branche diskutiert über Edge – aber so richtig einig sind sich die Experten noch nicht, was das eigentlich ist. Wir sind uns lediglich sicher, dass Edge Computing enorm an Bedeutung gewinnen wird für die IT-Anwendungen der Zukunft, für die Digitalisierung aller Prozesse und Dinge. Im Gegensatz zur Cloud gibt es für Edge auf Deutsch noch nicht einmal einen gebräuchlichen Artikel. Heißt es die Edge (Kante) oder der Edge (Rand)? Und gibt es nicht viele Edges – die irgendwie mit den Clouds zusammenarbeiten werden? Der Vortrag versucht, „the shape of the edge“ genauer zu fassen.

Referent

Dr. Peter Koch
Vertiv Integrated Solutions GmbH

Dr. Peter Koch arbeitet seit 20 Jahren in der ITK Branche. Er ist bei Vertiv für die Entwicklung von rack-integrierten Lösungen zur Stromversorgung, Kühlung und Monitoring/Management von IT Komponenten verantwortlich. Ein Fokus ist Energieeffizienz und Verfügbarkeit von Systemen und deren Regelung.

Der Vortrag beschreibt die vielfältigen Anforderungen, die an IT und Infrastruktur für Edge Computing gestellt werden, und zeigt, welche Chancen und Herausforderungen sich Hersteller von IT-Systemen und RZ-Equipment bieten, wenn Rechenleistung und Speicherbedarf zunehmend an der Peripherie gefordert sind. Die Spanne reicht hier von Industrie-Servern im produktionsnahen Einsatz und Edge Devices über Micro Datacenter bis hin zu Container-Lösungen.

Referent

Christoph Maier begann seine Karriere als Unternehmensberater für mittelständische Firmen, stieg bereits 2004 beim damaligen Startup Thomas-Krenn ein und gehörte dort von 2005 bis 2014 dem Vorstand an. Nach einem Zwischenspiel bei der Max Fuchs AG ist er seit 2018 erneut Vorstand des Server-Herstellers.

Christoph Maier
Thomas-Krenn.AG

Die Digitalisierung ermöglicht es, von allen betroffenen Systemen alle Informationen digital zur Verfügung gestellt zu bekommen und darüber hinaus aktiv auf sie zuzugreifen. Damit können diese Daten auf Basis eines übergreifenden Prozesses gesteuert und überwacht werden. Im Fall von Big Data ist das Resultat dann Smart Data.

Die Bearbeitung dieser Informationen kann durch neue Technologien wie Containertechnologie, Serverless Computing, Microservices usw. so bearbeitet werden, dass kleine in sich schlüssige und eigenständige Applikationssysteme entstehen, die in der Gesamtheit als Makrosystem eine bestehende monolithische Software ersetzen.

Diese eigenständigen Systeme können je nach Anforderungen wie z.B. der Latenzzeit in verschiedenen, georedundanten Data Center betrieben werden. Sie können auch durchaus in zeitlich verschiedenen Data Center betrieben werden – je nach dem Prozess, der diese Applikation benötigt. Diese Data Center können ggfs. auch sehr klein sein, zum Beispiel kann eine Ampel oder auch ein Mehrfamilienhaus durchaus ein Micro Data Center (nachfolgend Micro DC genannt),  aufnehmen – und davon sehr viele.

Beispielsweise benötigt eine Applikation zu einem speziellen Zeitpunkt eine hohe Performance, die sie im Normalbetrieb nicht benötigt. Dann ist es durchaus möglich, dass sie zu diesem Zweck in einen spezielles Micro DC umzieht oder diesen Service einem Serviceleister einfach übergibt. Das ist im Fall Serverless Computing z.B. der Fall.

Wenn hier noch Technologien wie z.B. Deep Learning zum Tragen kommen, sehen wir einen Markt, wo sich Data Center als Serviceleister etablieren und Services, die einen passenden Dienstleister suchen. Jedes eigenständige Applikationssystem wie z.B. ein Container bzw auch Serverless kann durch eine Beschreibung seiner Betriebsumgebung darstellen, wie er zu welchen Zeitpunkten, optimal betrieben werden möchte. Diese Parameter werden als Anforderung in den DC-Markt gegeben und durch das passende Micro DC beantwortet. Dieses Micro DC kann ein physikalisches kleines DC sein aber auch ein logisches DC, welches in einem großen DC betrieben wird. Entscheidend ist, dass diese Micro DC ganzheitlich orchestriert werden. Damit ergibt sich eine völlig neue Data Center Service Struktur, die auch einen komplett neuen Markt entstehen lässt. Dieser Vortrag beschreibt alle diese Punkte und versucht dem Zuhörer eine Sichtweise in das Data Center der Zukunft zu geben. Dies wird jetzt durch den Einsatz von KI Methoden, wie z.B. Deep Learning oder auch maschinelles Lernen auf eine ganz andere Ebene gehoben.

Referent


Hartwig Bazzanella

NCB New Consultancy in Business GmbH

Hartwig Bazzanella, Dipl.-Informatiker (FH), ist Geschäftsführer und Gründer der NCB New Consultancy in Business GmbH, die seit 1991 Ihre Kunden in unterschiedlichsten Branchen in den Fragen der Informationstechnik unterstützt. Neben der ganzheitlichen Betrachtung vom Prozess bis zu allen Ebenen der Informationstechnik liegt der Hauptschwerpunkt der NCB in der Planung der Applikations- und Systemarchitektur sowie im Design der dazu passenden Netzwerkinfrastruktur sowie dem Betrieb der gesamten IT. Parallel dazu ist das Thema der ganzheitlichen Data Center Planung gemäß EN 50600 ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben der NCB. In diesem Zusammenhang ist vor allem der strategische IT-Ansatz und die unternehmenstechnische Anforderung an das Data Center ein Schwerpunkt der Beratung durch NCB. Hier steht vor allem das Konzept der automatisierten Edge Data Center in der Private Cloud im Vordergrund, dass durch Services in der Public Cloud ergänzt wird.

Edge auf Rädern: Wo die Cloud an ihre Grenzen stößt

Bei den Versuchsfahrten in der Automobilindustrie fallen große Mengen Rohdaten an. Die STZRE entwickelt und betreibt mit CarLA ein System, dass diese Daten vor Ort speichert und auswertet, wichtige Metadaten aber zentral zur Verfügung stellt und den Zugriff auf die lokalen Daten erlaubt. Für die lokale Speicherung sind abhängig von Datenmengen und Einsatzort mobile oder stationäre Systeme notwendig, die bis hin zu Clustern aus mehreren Servern und Storage-Systemen reichen. 

Der Vortrag beschreibt Anforderungen und Systemarchitektur von CarLA als typischen Fall von Edge Computing.    

Referent


Thomas Müller
STZ Rechnereinsatz GmbH (STRZE)

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Müller ist seit 2003 bei der STZ Rechnereinsatz GmbH (STZRE) für die Entwicklung der Datenauswertungssoftware CarLA verantwortlich. Er leitet ein Team von Software-Entwicklern und Betriebsingenieuren, das den Betrieb von stationären und mobilen Datenerfassungssystemen bei Kunden sicherstellt.

Während das Internet of Things im industriellen Bereich immer stärker Einzug hält, werden gleichzeitig andere elementare Prozesse „Off-Premise“ in die Cloud ausgelagert. Doch längst nicht alle Computing-Anforderungen lassen sich zentralisieren. Anforderungen an Sicherheit, Echtzeitreaktionen oder Bandbreite erfordern in zahlreichen Applikationen die Bereitstellung von Rechenleistung in Anlagennähe. Ralph Ostertag, Geschäftsführer der InoNet Computer GmbH, gibt einen Überblick über aktuelle und kommende Entwicklungen im industriellen Umfeld und zeigt auf, wie sich Big Data, Betriebs- und Datensicherheit sinnvoll miteinander vereinen lassen.

Referent

Ralph Ostertag

Das System I.R.I.S (Integrated Road Information System) erlauben es, hochauflösende und präzise Daten der Umgebung im Verkehr bei 120 km/h zu erfassen. Diese Daten ermöglichen es, viel Frageen zu beantworten. Der Mausklick ersetzt den Baustellentermin. Auch eine Inventarisierung des Straßenmobiliars ist im Genauigkeiten im Millimeterbereich möglich.

IRIS setzt neue Maßstäbe in der mobilen Datenerfassung. Ausgerüstet zahlreichen Sensoren ist es möglich die Straße im sichtbaren als auch nicht sichtbaren Bereich räumlich zu erfassen und zu bewerten. Pro Messtag fallen eine Tb Daten an. Die Daten müssen im Labor prozessiert  werden und können dem Kunden per Cloudlösung zur Verfügung gestellt

Referent

Boris Philippsen
IMP Bautest

dipl. Bauing.

 

Studium Bauing. in Wuppertal

1984-90 Abschluss Verkehrsing.

1988-89 Strassenbaulabor Prof. Dr. Velske

1990-94 Heidelberger Baustofftechnik GmbH, Düsseldorf

1995-99 Sto AG Stühlingen

1999-2002 Rigips Düsseldorf

2002-07 Rigips Mägenwil

2007 -IMP Bautest AG

2018 -IMP Infra GmbH

Kleine Rechenzentren, große Wirkung: Welche Edge-Lösungen bietet der Markt?

Nutzer wollen auf Anwendungen / Daten zugreifen können – immer, ohne jede Unterbrechung. Die EN50600 beschreibt, wie maximale Verfügbarkeit und Sicherheit für große Rechenzentren erreicht wird.  Doch lässt sich das ohne Weiteres auf Mikrorechenzentren übertragen?

Der Vortrag geht auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ein und beschreibt, mit welchen Maßnahmen kleinste Rechenzentren, die nur aus einem oder sehr wenigen Schränken bestehen, auf ein hohes Maß an Sicherheit und Verfügbarkeit gebracht werden können. Es zeigt sich, dass Mikrorechenzentren an ihre systembedingten Grenzen stoßen. Georedundanz, der Verbundbetrieb mehrerer vernetzter Standorte, bietet die Lösung für höchste Anforderungen.

Der Vortrag beschreibt Anforderungen und Systemarchitektur von CarLA als typischen Fall von Edge Computing.    

Referent


Dr. Peter Koch
Vertiv Integrated Solutions GmbH

Dr. Peter Koch arbeitet seit 20 Jahren in der ITK Branche. Er ist bei Vertiv für die Entwicklung von rack-integrierten Lösungen zur Stromversorgung, Kühlung und Monitoring/Management von IT Komponenten verantwortlich. Ein Fokus ist Energieeffizienz und Verfügbarkeit von Systemen und deren Regelung.

Produktvorstellung des private-datacenter, die schlüsselfertige Lösung für Konzerne und mittelständische Unternehmen. Konvergent, Modular, Massiv und sicher. 

Der fertig geplante IT Space passt sich flexibel den wachsenden Anforderungen an und ist dabei noch energieeffizient im Betrieb und optisch individuell.

Referent

Stephan Döring
TOBOL GmbH

Seit Mai 2017 bei TOBOL GmbH für den Vertrieb des Private Datacenter verantwortlich

2011 – 2017 Vodafone GmbH, Vertrieb Geschäftskundenlösungen

2006 – 2011 Filialleiter Vodafone Store, Privatkundenprodukte

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den Anforderungen, die die Vernetzung von Micro RZs mit Edge Devices in der Industrie stellt. Die Auswertung von Sensorik- und Maschinendaten eröffnen produzierenden Unternehmen große Chancen bei Themen wie Predictive Maintenance oder intelligenter Produktionssteuerung. Doch durch die Vielzahl von Geräten, erforderlicher Protokolle und Schnittstellen von der Maschine bis hin zum RZ gestaltet sich die Umsetzung herausfordernd. Der Referent stellt IoT- und M2M-Devices, Schnittstellen, Protokolle und Ansätze zur Integration vor, deren Zusammenspiel dafür sorgt, dass das Micro RZ seine Rolle als „Gehirn der Produktion“ erfüllen kann. 

Referent

Bernhard Seibold
Thomas-Krenn.AG

Bernhard Seibold, Jahrgang 1979, ist seit 14 Jahren bei der Thomas-Krenn.AG und dort seit 2011 für die Produktentwicklung verantwortlich. In den vergangenen Jahren hat er den Bereich Systems Engineering aufgebaut, der von komplexen Projekten bei Großkunden bis zu individuellen Einzelanfertigungen das wachsende Segment kundenspezifischer Aufträge mit hohem Innovationsgrad betreut. Dazu gehören in zunehmendem Maß auch IoT-Projekte.

Diskussion: Was bedeutet Edge für die Zukunft der RZ-Branche?

Darüber diskutieren die Experten:

  • Edge und Cloud – Konkurrenz oder Ergänzung?
  • Micro-RZs: Wie gelingt es, die Zuverlässigkeit eines Data Centers in einem Schrank oder Container zu garantieren?
  • Fehlende Bandbreite im Netz – Chance oder Hindernis für Edge Computing?
  • Edge RZs mit hoher Leistungsdichte – Durchbruch für alternative Kühlungskonzepte?
  • Betriebsmodelle von Edge RZs – Wer sorgt für Operations? Neue Geschäftsmodelle für Anbieter und Dienstleister

Forum:
Sorgen mit den Normen: Wie Gesetze die RZ-Klimatechnik umkrempeln

Die europäische F-Gase-Verordnung sieht vor, die Verwendung von fluorierten Kohlenwasserstoffen als Kältemittel sukzessive zu beschränken. Das betrifft auch Rechenzentren, in denen diese Stoffe mitunter zur Kühlung verwendet werden. Seit Inkrafttreten der Verordnung schießen die Preise für die betroffenen Kältemittel in die Höhe – teilweise haben sie sich in wenigen Monaten verzehnfacht. Längst ist klar: Alternative Kühlmethoden müssen her.

Doch auch diesen wird es nicht leicht gemacht. Nasskühlsysteme wie adiabatische Kühlsysteme oder nasse Rückkühlsysteme sind denkbare Alternativen zur Kühlung mit F-Gasen, doch auch hier gibt es Regelungen, die den Einsatz erschweren: Die 42. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) enthält spezifische Anforderungen an die Hygiene und Nachweisführung für Nasskühlanlagen.

Das Forum diskutiert diesen Spagat zwischen F-Gase-Verordnung und 42. BImSchV, dem sich Rechenzentrumsbetreiber ausgesetzt sehen. Es werden mögliche Lösungen vorgestellt, Erfahrungen geteilt, Schwierigkeiten aufgezeigt und Ausblicke gegeben.

Moderator

Thomas Reyentanz
Technischer Leiter, dc-ce RZ-Beratung

Licht im Paragraphendschungel: Die neuen Gesetze zur RZ-Kühlung

Erläuterung der Mechanismen der F-Gase-Verordnung sowie der bisherigen Auswirkungen auf den Kältemittelmarkt. Diverse Lösungsmöglichkeiten und Reaktionen der Kältetechnikanwender werden vorgestellt, Anwendungspotentiale natürlicher Kältemittel als Lösung für die Serverkühlung diskutiert.

Referent


Dr. Jürgen Süß
Efficient Energy GmbH

Dr.-Ing. Jürgen Süß trat 2013 in die efficient energy ein und verantwortet heute die Rolle des CEO. Zuvor war er drei Jahre als Geschäftsführer der Cofely Refrigeration GmbH und 13 Jahre bei Danfoss A/S in diversen Managementpositionen für die Technologie-, Produkt- und Unternehmensentwicklung tätig. Er ist darüber hinaus in technischen und wissenschaftlichen Ausschüssen engagiert.

Im Vortrag werden folgende Aspekte behandelt:

Warum Legionellen auch für die klassische Luftreinhaltung ein exotisches Thema sind; die mikrobiologischen Grundlagen der Legionellen; die Bedingungen für das Wachstum der Legionellen in Verdunstungskühlanlagen; die dokumentierten Legionellen-Ausbrüche aus Verdunstungskühlanlagen in Deutschland; ein Überblick über die VDI-Richtlinie 2047 Blatt 2; die wichtigsten Regelungsinhalte der 42. BImSchV (u. a. ihr Anwendungsbereich, die Anforderungen an Anlagen, die mikrobiologischen Anforderungen an das Nutzwasser, die Prüf-und Maßnahmenwerte, die Fragen der Eigen-und Fremdüberwachung)

Referent

Marcel Langner
Leitung Fachgebiet II 4.1 “Grundsatzfragen der Luftreinhaltung”

Von 1994 bis 2005 Studium der Geoökologie und Promotion an der Universität Karlsruhe (TH); von 2005 bis 2013 Mitarbeiter am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin; seit 2013 Leiter des Fachgebietes „Grundsatzfragen der Luftreinhaltung“ im Umweltbundesamt

Coole Alternativen: RZ-Kühlung trotz kniffliger Gesetzeslage

Das kompakte Umluftkühlgerät arbeitet mit einer indirekten Verdunstungskühlung, bei der zudem der zu befeuchtende, wärmeabführende Luftvolumenstrom durch das Umlaufwasser der VDK vorgekühlt wird. Damit können Zulufttemperaturen unterhalb der Feuchtkugeltemperatur erreicht werden, was mit konventionellen VDK-Systemen nicht möglich ist.

Referent


Stephan Hülskamp
Menerga

Stephan Hülskamp ist Key Account Manager Data Center und seit 2015 bei der Menerga GmbH beschäftigt. Seit 2017 gehört er zum Global Data Center Team und ist in der Funktion der Ansprechpartner für Planer & Betreiber von Rechenzentren in Deutschland & den Niederlanden!

Die Präsentation thematisiert die Kombination eines zeitgemäßen, natürlichen Kältemittels in Verbindung mit ausgereifter, moderner Technik. Ergebnis ist eine Baureihe an Flüssigkeitskühlsätzen, die GEA Blu-Chiller, die auch den Anforderungen der IT-Kühlung gerecht werden. Ammoniak als zukunftssichere – technisch und politisch – erste Wahl als Kältemittel bei der aktiven Kühlung in allen Industriebereichen findet seine optimale Hülle – GEA Blu-Chiller! Geringste Lebensdauerkosten, Langlebigkeit und minimale Serviceaufwendungen in einer Baureihe von Flüssigkeitskühlsätzen für
Innen- und Aussenaufstellung, eine echte Alternative zu herkömmlicher Technik, basierend auf fluoridierten Kältemitteln (F-Gase). Alle vorgestellte Technik entspricht zu 100% der EU-Ecodesign VO.

Referent

Wolfgang Dietrich
GEA Refrigeration Germany GmbH

– Wolfgang Dietrich ist seit 7 Jahren Produktmanager für Flüssigkeitskühlsätze der GEA Kältetechniksparte
– Diplomingenieur mit umfangreichen Erfahrungen im industrieellen Kühlen
– trug zur aktuell verfügbaren Serie hocheffizienter Ammoniak-Chiller wesentlich bei
– verantwortlich, Marktanforderungen zu Produkten zu machen
– ist verheiratet und lebt in Berlin

Vorgestellt werden natürliche Kältemittel für den Einsatz zur Serverkühlung. Der Vortrag zeigt die Vorteile bei der Verwendung von Wasser (R718) als Sicherheitskältemittel auf und erläutert die Funktions- und Betriebsweise des eChillers. Weiterhin gibt der Vortrag Anwendungsbeispiele und Erfahrungsberichte aus dem Praxisbetrieb. 

Referent


Dr. Jürgen Süß
Efficient Energy GmbH

Dr.-Ing. Jürgen Süß trat 2013 in die efficient energy ein und verantwortet heute die Rolle des CEO. Zuvor war er drei Jahre als Geschäftsführer der Cofely Refrigeration GmbH und 13 Jahre bei Danfoss A/S in diversen Managementpositionen für die Technologie-, Produkt- und Unternehmensentwicklung tätig. Er ist darüber hinaus in technischen und wissenschaftlichen Ausschüssen engagiert.

Weltweit werden bereits über 3% des elektrischen Stroms für den Betrieb von Rechenzentren benötigt. Diese elektrische Energie wird komplett in Wärme umgewandelt, für deren Ableitung in die Umgebung meist erhebliche zusätzliche Energie aufgewendet werden muss.

Adsorptionskältemaschinen können eine Lösung darstellen: Sie nutzen Abwärme für die Erzeugung von Kälte. Das von der Fahrenheit GmbH entwickelte Adsorptionsverfahren erlaubt es, die Eigenschaften des Sorptionsmaterials an die Randbedingungen von Rechenzentren anzupassen.

Referent

Matthias Hoene
Fahrenheit GmbH

Die Energiedichte pro Höheneinheit wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Planer und Betreiber stehen nicht nur vor der Herausforderung, die Racks hinreichend mit Strom zu versorgen, sondern darüber hinaus auch die Klimatisierung bestmöglich zu bewerkstelligen. Luftgekühlte IT-Komponenten stoßen dabei schon heute an Ihre Grenzen. Das Thema Flüssigkühlung tritt wieder in den Vordergrund. Mit Hot Fluid Computing wird eine Lösung vorgestellt, die den vollständigen Ersatz von Luft- durch Wasserkühlung ermöglicht und dank hoher Rücklauftemperaturen die Abwärme der Server nutzbar macht.

Referent


Michael Haderer
Thomas-Krenn.AG

Michael Haderer ist bei der Thomas-Krenn.AG als Business Developer im Bereich Systems Engineering tätig. Nach seiner Ausbildung bei einem Systemhaus war er mehr als zehn Jahre im Vertrieb unterwegs, unter anderem als Key Account Manager der Thomas-Krenn.AG, der er seit 2013 angehört.

Diskussion: Wie zwei Gesetze die RZ-Klimatisierung umkrempeln

Die Experten diskutieren unter anderem diese Themen:

  • Rechenzentrumskühlung ohne Kältemaschinen – Der Weg der Zukunft?
  • natürliche Kältemittel – Chancen und Risiken für die Betreiber
  • neue Pflichten für die Betreiber von Adiabatikanlagen – Welche Maßnahmen sind sofort zu ergreifen?
  • Ersatzkältemittel für den Bestand – Ausblick auf die derzeitigen Entwicklungen

Das Rechenzentrum der Zukunft

Bei der Entwicklung und Digitalisierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen spielen Rechenzentren und die begleitenden Infrastrukturen eine zentrale Rolle. Sie sind der Motor für Wachstum und die Voraussetzung für Stabilität. Daher werden auch künftig hohe Anforderungen an sie gestellt. Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Skalierbarkeit, Innovation oder Nachhaltigkeit – solche Themen stehen im Vordergrund, wenn in Unternehmen zukunftssichere, verlässliche, anpassbare und für die Gesellschaft und Umwelt langfristig verträgliche Rechenzentren bereitgestellt werden sollen. Dieser Themenschwerpunkt präsentiert Ideen und Lösungen, die ein solches „Rechenzentrum der Zukunft“ möglich machen.

Moderatoren

Dipl.-Ing. Heiner Wiertz
Inhaber COMPLAN EDV-Infrastruktur
 
Olaf Dalmer
Operations Manager, Global Switch FM GmbH

Der Vortrag skizziert die Herausforderungen, die sich aus der durchgehenden Digitalisierung (IoT und Industrie 4.0) für Mittelstandskunden und betroffene Branchen ergeben. Edge Data Center werden aus den Randbedingungen der zugehörigen Applikationen getrieben. So erfordern z.B. ein hohes Datenaufkommen und eine kurze Latenzzeit eine flexible, skalierbare Rechenzentrumslösung vor Ort. Edge Data Center skalieren sich dabei von Einzelschranklösungen bis hin zu modularen Container Rechenzentren, wobei dem ROI (Investition und Betriebskosten) Rechnung getragen werden muss.

Referent


Bernd Hanstein
Rittal GmbH & Co. KG

Bernd Hanstein ist nach verschiedenen Führungsaufgaben innerhalb der Siemens AG seit 2007 als Hauptabteilungsleiter für das Produktmanagement IT bei Rittal GmbH & Co KG für IT Produkte und Rechenzentrumslösungen tätig.

Die neue POWERBRIDGE™ PB60+ ist ein sehr kompakter, höchst effizienter und praktikabler Ersatz für konventionelle Batterien. Dieser kinetische Energiespeicher kann eine Leistung von mehr als 3MW liefern und eine Last von 1MW für mehr als 60 Sekunden versorgen. Diese besondere Spezifikation ist verbunden mit geringsten Verlusten und einem minimalen Serviceaufwand.

Mit der PB60+ erstreckt sich das aktuelle Produktportfolio der kinetischen Energiespeichersysteme von Piller von 3.6MJ bis 60MJ. Das Unternehmen kann auf eine starke Erfolgsbilanz in der Fertigung kinetischer Energiespeicher zurückblicken und hat weltweit bereits über 7.000 Systeme in den letzten 20 Jahren installiert.

Referent


Martin Kokott
Piller Germany GmbH & Co. KG

Martin Kokott ist seit fast 30 Jahren im Bereich der Stromversorgungstechnik tätig, 20 davon im USV-Bereich. Bei Piller ist er seit 2003 verantwortlich für die Unterstützung und technische Beratung von Planern und Einrichtern von Rechenzentren sowie für den Vertrieb im Südwestdeutschen Raum.

WindCORES ist die Einbettung von IT-Systemen in Windenergieanlagen. Die kleinste Einheit einer vernetzten IT-Infrastruktur aus dezentralen nachhaltigen Energieerzeugern ist ein WindCORE. Die unmittelbare Nähe im WindCORE zum Stromerzeuger senkt die Betriebskosten erheblich im Vergleich zu klassischen Rechenzentren. Die TÜV geprüfte Umsetzung erfüllt alle Anforderungen der Verfügbarkeitsklasse III und ist zudem an Kundenbedürfnisse anpassbar. Eine bedarfsorientierte Skalierung oder die Geo-Redundanz kann im Windpark schnell umgesetzt werden. Dieser Ausbau kann auch in Verbindung mit bestehenden Kunden-Standorten erfolgen und erzeugt so eine hohe Verfügbarkeit für IT Services und Anwendungen.

Referenten


Dr. Gunnar Schomaker (WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG)
Zu den Themen des promovierten Informatikers gehören seit langem Speicher- und Systemvirtualisierung. Seit 2010 ist auch der Bereich Energie- und Kostenoptimierung in RZs, sowie die Green-IT, das alle IKT-basierten Potenziale für Energie- und Ressourceneffizienz umfasst, ein weiteres Aktivitätsfeld.

Jan Moll (dtm Datentechnik Moll GmbH)
Jan Moll (M.A.) arbeitete für namhaften Hersteller der IT-Branche in der Netzwerktechnik. Er wechselte 2009 zur dtm group im Bereich Sales. Nach 50-jährigem Bestehen des erfolgreichen Herstellers und Verkabelungsdienstleisters führt Herr Moll als GF das Unternehmen in zweiter Generation fort.

Dipl.-Ing. Mario Heuel (Innofactory GmbH) 
Herr Heuel studierte Nachrichtentechnik und technische Informatik an der Universität Siegen. Danach arbeitete er als Berater in weltweit verzahnten IT-Projekten. Nach seiner Rückkehr aus dem Silicon Valley gründete Herr Heuel Innofactory und leitet das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 2004.

Die aktuelle politische Diskussion und fehlende Handlungsbereitschaft der Deutschen Politik zur Umsetzung der Europäischen Gesetzgebun erfordert vorausschauendes Handeln. Wohin entwickeln sich die Grenzwerte für Abgasemissionen von Verbrennungskraftmaschinen,  als Antriebsmaschine für Notstromaggregate?

Reduzierung der Emissionswerte, Stand der Technik vs. nicht definierte Grenzwerte.

Referent


Klaus Clasen
Notstromtechnik-Clasen GmbH

Herr Clasen kann auf viele Jahre Berufserfahrung im Bereich der Notstromtechnik, in verantwortlichen Positionen in weltweit tätigen Unternehmen verweisen. Bereits 1996 gründete er die Firma Nostromtechnik-Clasen GmbH, um sichere und hochverfügbare Stromversorgungen als Gesamtleistungen anzubieten.

Die Abwärme aus Rechenzentren wird heute nahezu vollständig an die Umgebung abgegeben. Mit einem mehrfachfunktionalen System können je nach Bedarf Wärmeströme an angrenzende Bereiche verschoben werden.
Wenn keine Wärme benötigt wird, besteht bei einem mehrfachfunktionalen System die Möglichkeit die Abwärme an die Umgebung abzugeben.
Auch ein gemischter Betrieb zwischen Abwärmenutzung und Abwärmeabfuhr ist leicht zu realisieren. Die Einbindung einer Wärmepumpe ist ebenfalls leicht möglich.
Mit dem neuen Wärmeübertragersystem EcoFin+ können dabei die Druckverluste gegenüber herkömmlichen Wärmeübertragern um 45 % reduziert werden. Gleichzeitig kann über die speziell strukturierte Oberfläche die spezifische Leistung um + 25 % gesteigert
werden.

Referent


Prof. Dr.-Ing. Christoph Kaup
HOWATHERM Klimatechnik GmbH

Geschäftsführender Gesellschafter HOWATHERM, Honorarprofessor am Umwelt‐Campus Birkenfeld, Hochschule Trier, Vorstandsvorsitzender Fachverband Gebäude Klima e. V. Normenausschüsse EN 16798‐3, EN 13053, EN 1886, EN 308, VDI 6022, VDI 3803 B.1 und B.5

  • Gründe für immer höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten Steigende Datenraten und steigendes Datenvolumen im Internet
  • Wo gibt es mehr als 10GBase-… über Backplane, Twinax, Glasfaser zu 25GBASE-T
  • 40/100GBASE-SWDM4: Auch bei Glasfaser ist die Kanalgeschwindigkeit von 10GBit/s auf 25GBit/s gestiegen
  • 25GBASE-T: Vergleich von nicht RJ45 zu RJ45 Stecksystemen
  • 25G System: Aufzeigen der Vorteile des METZ CONNECT 25G Systems
  • Resümee 

Referent


Dipl.-Ing. (FH) Günther Wohlhüter
Metz Connect GmbH

Günther Wohlhüter, Jahrgang 1966, wurde in Konstanz am Bodensee geboren und absolvierte ein Studium zum Dipl.Ing. (FH) in Nachrichtentechnik. In den Jahren 1991 bis 1997 war er im  Außendienst der Deutschen Telekom tätig, von 1997 bis 2001 arbeitete er bei zwei verschiedenen Firmen als Key Account Betreuer und seit Mitte 2001 ist er bei der Firma METZ CONNECT GmbH angestellt. Anfangs war er auch bei METZ CONNECT auch als Key Account Betreuer tätig – wechselte aber 2008 ins Produktmanagement.

Wie sollte ich mich schon heute strategisch aufstellen, damit ich mit den Veränderungen Schritt halten und ihnen effektiv gerüstet begegnen kann?

Immer mehr Aufgaben und immer weniger Fachpersonal – in welcher Form existiert der Kontrollraum weiterhin in diesem Spannungsfeld?

Wie sollte ich mich personell /strategisch auf diese Entwicklung vorbereiten?

Ein elementarer Ansatz, um auf diese Fragestellung eine Antwort zu finden, muss lauten: „Neues Denken schafft Revolution! Wer nichts ändert, bleibt analog!“

Der Weg zum Kontrollraum 2025 wird durch entscheidende Meilensteine gepflastert:

  • Die IT wandelt sich vom Kostenfaktor zu einer Kernkompetenz!
  • Gedanken-, Sprach- und Gestensteuerung ersetzen die Tastatur!
  • Steuernde Intelligenz und Vernetzung werden ein selbstverständliches Feature jedes Gerätes (IoT).
  • Kommunikation zwischen Maschinen führt zu intelligenten self-learning systems, die immer weniger auf die klassischen zentralen Funktionen angewiesen sind.

Der digitale Kollege (KI) wird im Kontrollraum der Zukunft eine immer zentralere Rolle spielen.

Referent


Oliver Bender
Jungmann Systemtechnik GmbH & Co.

Seinem Gegenüber sowohl technisch als auch kaufmännisch die ideale Lösung anzubieten, sieht Oliver Bender als eine der Hauptherausforderungen seiner beruflichen Tätigkeit. Als Consultant bei der Jungmann Systemtechnik übernimmt er die Key Account Betreuung global agierender Unternehmen.

Referent


Supriyo Bhattacharya

Supriyo ist seit 2013 mit der Produkt- und Geschäftsentwicklung im Cloudumfeld beschäftigt. In dieser Zeit hat er bereits zahlreiche neue Produkte zur Marktreife gebracht. Darunter zählen unter anderem containerbasierte Rechenzentrumgslösungen für Edge und Fog Computing and Solutions for High Performance Computing in the Cloud. In letzter Zeit beschäftigt er sich intensiv mit der Definition und Markteinführung von Blockchain Services aus der Cloud.

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In Zusammenarbeit mit Riello Power Systems hat RWE eine neue Serie von USV-Batterie-Anlagen entwickelt: Master+. Mit diesem Produkt können Betreiber von Rechenzentren die Kapital- und Betriebskosten verringern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit

erhöhen. Durch die Vermarktung der Speicherkapazität der USV- Batterien am Regelleistungsmarkt werden Zusatzeinnahmen generiert. Die schwankende und schwer prognostizierbare Einspeisung der erneuerbaren Energien kann abgefedert werden und Rechenzentren  übernehmen dadurch eine wichtige Rolle im Strommarkt 2.0. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen ist eine dauerhafte Funktionsfähigkeit sichergestellt, da die genutzte Premium-Batterie kontinuierlich getestet und überwacht wird.

Referent

Dr. Hans-Günter Schwarz
RWE Supply & Trading GmbH

Dr. Schwarz verantwortet den Bereich Geschäftsentwicklung/neue Produkte bei der RWE Supply & Trading, mit dem Schwerpunkt dezentrale Lösungen und Energie-Service-Angebote für Geschäftskunden.

Herr Brants  ist bei der Riello Power Systems GmbH für den Bereich Geschäftsentwicklung USV im Vertriebsgebiet Nord-/Ostdeutschland und für innovative Energiespeicherlösungen zuständig.

Zweiter Kongresstag: 25.04.2018

Forum:
Herausforderungen der RZ-Betreiber

Auf Rechenzentrumsbetreibern lastet eine gewaltige Verantwortung: Sie sind damit betraut, die reibungslose Funktionalität aller Gewerkebereiche zu garantieren und dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zum schlimmstmöglichen Szenario kommt: Dem Betriebsausfall. Um das leisten zu können, braucht es vor allem eines: Fachwissen.

Doch die Realität sieht anders aus: Seit Jahren kämpft die Branche mit einem eklatanten Fachkräftemangel. Aus der Not heraus werden oftmals Mitarbeiter für den Betrieb eingesetzt, die lediglich über rudimentäre Kenntnisse verfügen, der Komplexität des Gebäudes „Rechenzentrum“ aber gar nicht gerecht werden können. Dieser Umstand gefährdet nicht nur die Ausfallsicherheit vieler Rechenzentren, sondern letztlich auch die Attraktivität Deutschlands als RZ-Standort.

Dieses Forum setzt sich mit den aktuellen Herausforderungen der RZ-Betreiber auseinander und beleuchtet neben dem Fachkräftemangel auch die Umbrüche, mit denen Colocateure in Deutschland zu kämpfen haben, sowie die steigenden Anforderungen an Betreiber durch neue Normen und Standards.

Moderator


Matthias Koll

Geschäftsführer dc-ce Bayern GmbH

Die Qual mit der Qualifikation: Fachkräftemangel im Rechenzentrum

Es gibt zu wenige und nur unzureichend qualifizierte Mitarbeiter für Rechenzentren – soweit die These. Denn: Bewiesen war bisher gar nichts.

So hat das Fachportal DataCenter-Insider im Januar/Februar 2018 mithilfe eines Fragebogens seine Leser befragt, was tatsächlich Sache ist. Die Ergebnisse und was die Redaktion sonst noch herausgefunden hat, stellen die Referenten vor. Welche Qualifikationen sind gefragt, wie viele Externe und Festangestellte werden gesucht, sind die Mitarbeiter über- oder unterbezahlt, wünschen sie sich kollegialere Kollegen und warum werden die Beschäftigten ihrem Arbeitgeber untreu?

Die Zuhörer erhalten eine gedruckte Zusammenfassung.

 

Mehr dazu auf DataCenter-Insider.

Referenten


Ulrike Ostler (DataCenter-Insider)

Ulrike Ostler ist Chefredakteurin von DataCenter-Insider, dem Portal für alle, die sich mit Rechenzentren befassen wollen, können und dürfen. Sie hat Philosophie und Geschichte studiert und gelehrt, Journalismus von Grund auf gelernt und ist Betriebswirt für Informations- und Kommunikationstechnik.

Dr. Dietmar Müller (Journalist und Buchautor)

Dr. Dietmar Müller ist Medienpsychologe und Journalist. Er war zwei Jahrzehnte lang als Redakteur und Chefredakteur für die Computerwoche, ZDNet, CNet und silicon.de tätig und arbeitet heute als selbstständiger Journalist und Buchautor.

Dem Fachkräftemangel durch gezielte Weiterbildung eigener Mitarbeiter begegnen. In Kooperation mit der TH Deggendorf bieten wir einen hochschulzertifizierten Lehrgang „Geprüfte/r RZ-Manager/in“ an, der in zwei Teilen mit je 12 Tagen umfassend das Know-how des Zusammenspiels der Gewerke und RZ- Management vermittelt.

Die RZ-Akademie Faktor Wissen bietet Seminare zu allen Rechenzentrumsthemen an. Referenten sind erfahrene RZ-Planer aus allen Gewerken. In speziell eingerichteten Workrooms für Klima-/Kältetechnik, Elektrotechnik im Whitespace und Sicherheitstechnik wird das Wissen praxisbezogen anschaulich vermittelt und Teilnehmer werden aktiv mit einbezogen.

Referenten

 

Blanka Bundschuh

dc-ce RZ-Beratung

Blanka Bundschuh ist Diplom-Pädagogin und Lernsystemanalytikerin

  • Referentin für politische Bildung, Seminarkonzeption und -durchführung
  • Konzeptionistin, Projektmanagement und Consulting für digitale Qualifizierungsmaßnahmen, E-Learning, Blended Learning
  • Consultant Learning Management bei dc-ce RZ-Beratung

Produkte und Prozesse werden stets komplexer, die Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten immer umfassender. Um Service-Fachkräften wie Endverbauchern noch klarer und einfacher Montage, Bedienung, Wartung und Reparatur vermitteln zu können, müssen Instruktionen und Anleitungen stetig verbessert werden. Die digitale Simulation mittels Virtual und Augmented Reality Technologie bietet hier ergänzende Möglichkeiten erforderliche Vorgänge in einer nahezu realistischen virtuellen Umgebung zu trainieren. Sie dient als Handlungswerkzeug zur systematischen Vorgehensweise.

Referent

Martin Zimmermann
imsimity GmbH

Martin Zimmermann ist Geschäftsführer von imsimity GmbH und einer der Pioniere für den Technologietransfer in Deutschland. Er initiierte den Aufbau des ersten Virtual Dimension Center (VDC) in der Nähe von Stuttgart (www.vdc-fellbach.de), heute Europas größtes Kompetenzzentrum für virtuelle Realität.

Umbrüche für Colocateure – wohin geht die Reise?

Die Geburtsstunde der liberalen Telekommunikation war auch die der Colocation-Branche. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen – und eine ganze Menge ist passiert. Seit Jahren verzeichnet die Colocation-Industrie zweistelligen Zuwachs, die Cloud sorgt für einen ungebrochenen Boom. In Frankfurt haben Colocation-Rechenzentren den Frankfurter Flughafen im Punkto Stromverbrauch schon lange überholt. Seit wir das Internet mit dem Smartphone stets bei uns tragen, sieht sich die Branche mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert – wohin geht diese turbulente Reise?

Referenten


Dr. Béla Waldhauser
Telehouse Deutschland GmbH / KDDI Deutschland GmbH

Dr. Béla Waldhauser ist seit 2012 Chief Executive Officer der Telehouse Deutschland GmbH und zeichnet seit April 2014 für das zukünftig integrierte operative Geschäft der KDDI und Telehouse in Deutschland insgesamt verantwortlich.

Blühende Landschaften oder schwierig zu beackern? Die Rechenzentrumsbranche in Deutschland steht vor großen Herausforderungen, es mangelt an Expansionsflächen ebenso wie an Fachkräften – und auch in Zukunft warten große Aufgaben. Wie es aktuell um die Rechenzentrumsbranche bestellt ist und wie die dringlichsten Probleme gelöst werden könnten, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Referen
Gerd Simon
Independent Management Consulting

Hauptsache genormt! Zertifizierungsaudits im Rechenzentrum

Im gemeinsamen Vortrag präsentieren die Experten von Amadeus und TÜV SÜD die erfolgreiche Zertifizierung eines Bestandsrechenzentrums gemäß der europäischen Rechenzentrumsnorm EN 50600. 

Referenten
Christian Kaess
Amadeus

Herr Kaess ist seit 20 Jahren in der IT tätig und bekleidet seit 2 Jahren eine leitende Position.


Thomas Grüschow
TÜV SÜD Industrie Service GmbH

Nach seiner Ausbildung zum Elektriker hat Thomas Grüschow Elektrotechnik studiert. Seit 1998 arbeitet er bei TÜV SÜD, zunächst als technischer Berater mit den Schwerpunkten Netzberechnung, methodische Schwachstellenanalyse und Verfügbarkeitsbewertungen in Rechenzentren. Seit 2015 ist er als leitender Auditor bei der Zertifizierung von Rechenzentrumsinfrastrukturen nach DIN EN 50600 tätig.

Forum:
Die Digitalisierung der Rechenzentrumsbranche

Stellen Sie sich vor, alle Informationen zu Ihrem Rechenzentrum liegen auf einer Plattform und Sie können gezielt darauf zugreifen. Mit BIM ist das möglich – aber was genau sich hinter den drei Buchstaben verbirgt, wie BIM angewendet wird und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, ist vielen noch unklar. Dabei verändert kaum eine Methode derart viele Bereiche in den unterschiedlichsten Branchen so gravierend wie BIM – und das gilt auch für Rechenzentren.

Die drei Buchstaben stehen für „Building Information Modeling“ und bezeichnen die Möglichkeit, Entwürfe von Gebäuden aber auch digitale Planungen aller Art als virtuelle und vollständig begehbare 3D-Modelle darzustellen. Zusätzlich lassen sich beinahe grenzenlos viele Zusatzinformationen wie z.B. technische Daten und Maße in die 3D-Pläne integrieren und abrufen. Das erleichtert den Planungsprozess und macht Gebäude via BIM schon in der Planungsphase erlebbar und damit greifbarer für den Endkunden.

Das Forum widmet sich diesem hochaktuellen und spannenden Thema und möchte das Bewusstsein dafür schärfen, um die Planungstechnologie in diesem Bereich weiter voranzutreiben und die Schnittstellen zwischen BIM-Usern zu definieren. Es vermittelt den Besuchern die Vorteile und Funktionsweise von BIM und zeigt auf, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um eine BIM-basierte Planung in die eigenen Geschäftsprozesse zu integrieren. BIM ist vor allem für das Rechenzentrum hochinteressant, da dies eine hochstandardisierte, technische Immobilie ist, deren Daten ständig beobachtet, analysiert und aktuell gehalten werden müssen.

Moderator

René Bulle
Leitung Architektur, dc-ce RZ-Beratung

Digital, genial: Planen 4.0

Bereits seit 2006 forscht das Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft am Potential der Digitalisierung der Wertschöpfungskette Bau.

Bisherige Untersuchungen zeigen, dass ein wesentliches Problem darin besteht, dass ein in den EDV-Systemen abgebildeter, durchgängiger und zeitnaher Informations- und Belegfluss sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend nicht existiert. Häufig erfolgt eine papiergebundene Weitergabe von Informationen auf nicht dauerhaften Informationsträgern. Hinzu kommt die zeitlich verzögerte Übertragung der „Zettelwirtschaft“ in die EDV-Systeme. Das Planen, Erfassen, Kontrollieren, Steuern und Dokumentieren von Prozessen basiert derzeit lediglich auf den Erfahrungen und Kompetenzen der in die Projektabwicklung eingebunden Personen und deren individueller Kommunikationsfähigkeiten.

Die Methode BIM – Building Information Modeling soll hier Abhilfe schaffen. Im Ausland wie z. B. in Dänemark, Norwegen, Finnland, USA, Singapur und Korea ist der Einsatz der Methode BIM bei Bauvorhaben meist schon verpflichtend. In Deutschland wird die BIM-Methode bislang in der Regel nur als Insellösung angewendet. Um sie flächendeckend in Deutschland einzuführen, hat das Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft verschiedene Forschungsprojekte ins Leben gerufen, deren Ergebnisse die derzeit noch vorhandenen Hürden aus dem Weg räumen sollen.

http://www.biminstitut.de/forschung

 

Referenten


Dr. Anica Meins-Becker
Bergische Universität Wuppertal

Anica Meins-Becker ist, neben Ihrer Tätigkeit als Akademische Rätin am Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, bereits seit 2006 wissenschaftliche Projektleiterin in zahlreichen Forschungsvorhaben mit Projektmittelgebern aus Industrie und der öffentlichen Hand. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen u.a. das prozessorientierte Planen, Erfassen, Kontrollieren, Steuern und Dokumentieren mittels AutoID-Techniken sowie das Forschungscluster Baulogistik. In diesem Bereich verfasste sie auch ihre Dissertation, die sie mit Auszeichnung absolvierte. Sie verfolgt zahlreiche Mitgliedschaften, wie z.B. im Arbeitskreis BIM des AHO, im DIN Arbeitskreis zum Thema RFID und PSA und in der Kommission für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung (KII) der Bergischen Universität Wuppertal.

In den Jahren 1999 bis 2006 war sie u.a. als Projektleiterin bei der Streif Baulogistik GmbH im Bereich der Arbeitsvorbereitung verantwortlich für die qualifizierte Konstruktion und die statischen Berechnungen von Miet- und Sonderschalung sowie Rüstung, die Angebotsbearbeitung, die Kalkulation, die Abrechnung sowie die Projektabwicklung und Baubetreuung komplexer Bauvorhaben im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau. Berufsbegleitend absolvierte sie in dieser Zeit an der Bauakademie Biberach ein Aufbaustudium zur Wirtschaftsingenieurin mit dem Titel „Unternehmensführung für Bauingenieure und Architekten“ (Inhalt: Betriebswirtschaft, Recht und Organisation im Baubetrieb). Das Studium des Bauingenieurwesens absolvierte sie 1999 erfolgreich an der RWTH Aachen.

Das Thema BIM und die Nachfrage nach BIM-Content stellt viele Unternehmen der Baubranche vor vielfältige Herausforderungen. Diese erstrecken sich von der einfachen Erstellung und Pflege der BIM-Objekte über die zentrale Verfügbarkeit ohne Limitierung durch bspw. CAD-Systeme bis hin zur Nutzbarkeit der Informationen für diverse weitere Beteiligte. Durch diese Vielzahl an Herausforderungen sind flexible Lösungen notwendig, um Informationen nativ zu verwalten, zugänglich zu machen und Schnittstellen zu vernetzten. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen schafft die BIMwelt Systems einen intelligenten datenbankbasierten Bauteilkatalog das sogenannte Bauteilmanagement-System.

Referent


Lucian Baartz
BIMwelt Systems

– 4 Jahre tätig im Bereich des optimierten Handlings von Daten über Datenbanken und leitende Funktion im Bereich des Marketings   

– Gründungsgesellschafter der BIMwelt Systems verantwortlich für den Bereich Unternehmensentwicklung und Schnittstelle zwischen der Softwareentwicklung und der Baubranche

Die Revolution steht an!

Stellen sie sich vor Sie bekämen zu jedem Zeitpunkt auf Knopfdruck des Lebenszyklus Ihres Rechenzentrums die Information, die sie brauchen.

Machbar? Ja!

Warum nicht umgesetzt? Weil wir in unseren Strukturen und Prozesse gefangen sind!

In einem visionären Vortrag zeigt der Referent, wie nahe wir technologisch an der durchgängigen Digitalisierung aller Planungs-, Bau-, und Betriebsprozessen eines Rechenzentrums sind und welche immensen Vorteile damit verbunden sind. Mit Praxisbeispielen untermalt er anschaulich, weshalb dieser revolutionäre Schritt unausweichlich und die ganzheitliche Anwendung nur noch eine Frage der Zeit sein wird.

Anschließend zeigt Ulrich Terrahe schonungslos, aber vollkommen plausibel auf, woran eine schnelle Umsetzung insbesondere in Deutschland noch scheitert und welche Gefahren insbesondere im internationalen Vergleich damit verbunden sind.  

Erleben Sie in diesem Vortrag, wie die Arbeit in Zukunft im Rechenzentrum aussieht und erkennen Sie Ihren Vorteil, wenn Sie als RZ-Betreiber, Mitarbeiter, Dienstleister oder Lieferant schon heute mit der Umsetzung beginnen. 

Referent

Ulrich Terrahe
dc-ce RZ-Beratung GmbH & Co. KG

Ulrich Terrahe ist seit 1997 in der RZ-Planung tätig und bietet Planungsleistungen rund um die Infrastruktur von Rechenzentren.
Er und sein Unternehmen haben seit dem viele Rechenzentren konzipiert, geplant und beim Bau begleitet. In 20 Jahren hat er jede Menge Daten zu Kosten analysiert.

Planen und Bauen von Rechenzentren mit BIM

Der Einstieg in BIM, dargestellt an einem fertiggestellten Hochbauprojekt. Aufgezeigt wird der Status-Quo der Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen aus dem Bereichen Architektur, Tragwerk und Haustechnik. Das Ergebnis ist ein Koordinationsmodell, aus dem die unterschiedlichen Ableitungen und Simulationen für die weitere Planung hergeleitet werden kann. Das digitale Bauwerksmodell bildet die Grundlage für alle weiteren Phasen in der Projektabwicklung bis hin zum gebauten „as build“- Modell.

Referent


Alexander Maier
Graphisoft Deutschland GmbH

Architekt und Immobilenprojektmanager. BIM Anwender der 1. Stunde. Dozent an unterschiedlichen öffentlichen und privaten Hochschulen.

BIM-Forschung, BIM-Visionen, BIM-Datenbanken, BIM-Digitalisierung, BIM-Modelle, BIM wohin Augen und Ohren reichen. Doch wer setzt diesen Input wie in der Planungswelt um und macht somit die Vorteile für Endkunden wie Bauherren, Investoren und Betreiber effektiv nutzbar? Von der Notwendigkeit der Implementierung einer BIM basierten Planung in Planungsbüros bis hin zur Anwendung und Umsetzung im Planungsprozess referiert René Bulle mit der Überzeugung, dass die Planungswelt aufgrund ihrer gestiegenen Komplexität in kürzester Zeit keinen Platz mehr für eine herkömmliche, nicht interdisziplinäre BIM Planung bereithält.

Referent

René Bulle
i. A. der dc-ce RZ-Beratung

Der Wunsch Gebäude zu formen und zu bauen, mündete im Abschluss Dipl.-Ing. (FH) Architektur im Januar 2011. Ab Mitte 2011 bis Ende 2013 folgte eine freischaffende Tätigkeit im Bereich des technischen Ausbaus sowie der 3D Planung von Rechenzentren für den Rechenzentrums-Planungsspezialisten „dc-ce RZ Beratung GmbH und Co. KG“. Im Jahr 2014 folgte ein Wechsel von der dc-ce zum Rechenzentrumsplaner und Betreiber „e-shelter Colocation GmbH“. Hier wurden in der Architekturabteilung die e-shelter eigenen Rechenzentren in allen Leistungsphasen geplant und gebaut. Gleichzeitig viel mit kleineren Projekten im Bereich der Ein- und Mehrfamilienhausplanung der Startschuss in die vorerst nebenberufliche Selbständigkeit unter dem Namen Arc|Design. Im Septemper 2014 wurde die nebenberufliche Tätigkeit inklusive der Namensänderung von Arc|Design in rb|Design zur hauptberuflichen Selbständigkeit. Neben der Planung für private Bauherren, unterstützten wir verschiedene Architekturbüros im Bereich der 3D Planung sowie den RZ Planer „dc-ce“ in seinem täglichen Planungsgeschäft im Bereich des technischen Ausbaus von Rechenzentren.

 

Die bisher verfolgten Prozesse von der Planung bis zur Umsetzung eines Bauvorhabens werden mit BIM verändert und Erweitert. Welchen Nutzen können Auftraggeber und Betreiber aus diesen Veränderungen ziehen? Hersteller von Geräten werden in der Zukunft völlig veränderten Ansprüchen der Kunden und Planer gegenüberstehen. Der Vortrag zeigt Ideen und Möglichkeiten aus der Sicht des Herstellers die über den reinen Verkauf der Geräte hinausgehen. Dabei werden derzeitige technische und rechtliche Herausforderungen aufgezeigt und den Stand der Technik dargestellt.   

Referenten


Oliver Rosteck (Econdition GmbH)

Herr Oliver Rosteck, Bachelor of Arts Business Management, arbeitet seit 13 Jahren als Spezialist für Kühllösungen im DataCenter-Bereich. Oliver Rosteck war sechs Jahre lang technischer Leiter der Econdition GmbH und leitet dieses Unternehmen seit Juni 2016.

Die digitale Aufmaßung extrahiert BIM-Daten aus Bestandsgebäuden. So werden Planungsprozesse auch im Bestand vollständig digitalisiert und zum Bestandteil der faszinierenden BIM-Welt.

Referent
Kaan Göksu
CAD Zeichenbüro Göksu GmbH i.G.

Diskussion